Mein Beruf als Technischer Redakteur
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Mein Beruf als Technischer Redakteur

Christian Welter von Meister Strömungstechnik erzählt uns, warum ihm die TechDok so am Herzen liegt.

10 Jahre Dokumentation bei Meister Strömungstechnik

Vor rund zehn Jahren entschied die Geschäftsführung von Meister Strömungstechnik, unsere Dokumentation von Grund auf zu überarbeiten. Veränderte Marktbedingungen erforderten ein zukunftssicheres und innovatives Redaktionssystem. Die neue Lösung sollte den Anforderungen des Marktes und insbesondere unserer Kunden gerecht werden. Zudem war uns von Anfang an die reibungslose Zusammenarbeit mit möglichen Dienstleistern wie kothes wichtig. Und da kothes ein enger Partner von DOCUFY ist, war schnell klar: COSIMA go! ist das Redaktionssystem unserer Wahl.

Bei Kick-Off und Roll-Out wurde bereits hervorragende Arbeit im Hinblick auf die Strukturierung der Daten durch unser Produktmanagement geleistet. Ich selbst bin erst seit 2017 im Unternehmen, habe also Kick-Off und Roll-Out nicht live miterlebt. Als Quereinsteiger habe ich aber den Einstieg in COSIMA schnell meistern können. Und habe gemerkt: Das Wichtigste ist die Cursorposition! 🙂

Das Berufsbild „Technischer Redakteur, Technische Redakteurin“

Was macht ein Technischer Redakteur oder eine Technische Redakteurin? Oder mit anderen Worten: Warum gibt es einen Beruf für etwas, das augenscheinlich kaum jemand liest? 🙂 Technische RedakteurInnen erstellen Betriebsanleitungen und Datenblätter, häufig mit Hilfe von Redaktionssystemen und gängiger DTP-Software. Dazu gehört z.B Adobe InDesign. Das Programm liefert wesentlich feinere Einstell- und Gestaltungsmöglichkeiten als Word oder LaTeX und ist deshalb eine ideale Wahl für Technische RedakteurInnen, wenn es um kleinere Auflagen geht. Oder anders formuliert: DTP-Software bildet digital das ab, was seinerzeit der Schriftsetzer mit Bleilettern noch händisch machte. Zum Aufgabenbereich der Abteilung Technischen Dokumentation gehören aber auch die umfassende Normenrecherche und Zielgruppenanalyse. Denn es macht einen gehörigen Unterschied, ob TechDok für Akademiker oder für Facharbeiter geschrieben wird!

Weiterhin sind Technische RedakteurInnen Sprachprofis: Ein gutes Verständnis der deutschen und englischen Sprache sind ungemein wichtig, um zielgruppengerechte Dokumentation erstellen zu können. Zukünftig wird sich das Berufsfeld dank Virtual und Augmented Reality massiv verändern und neue Herausforderungen mit sich bringen. Bei Virtual Reality befindet sich der Anwender in einem virtuellen Raum, in dem er mit Gegenständen agieren kann, wie er es aus dem realen Leben gewohnt ist. Beispiele dafür sind Flug- oder Fahrzeugsimulatoren. Bei Augmented Reality werden virtuelle Informationen über reale Objekte gelegt. Ein Beispiel dafür ist das Spiel Pokémon Go, in welchem der Anwender virtuelle Pokémon an realen Orten fangen kann.

Was die TechDok leisten muss!

Warum aber wurde ich Technischer Redakteur? Nach meiner ersten Ausbildung zum Industriemechaniker war mir klar, dass ich für mich keine Zukunft in diesem Beruf sah. Arbeit am Schreibtisch lag mir einfach mehr. Daher absolvierte ich eine zweite Ausbildung zum Industriekaufmann. Außerdem hatte ich schon immer ein leichtes Faible für Sprache.

Über eine Personalvermittlung ergab sich dann die Chance auf meine jetzige Stelle: Technischer Redakteur bei Meister Strömungstechnik. Den Beruf selbst kannte ich zwar noch gar nicht, jedoch suchte ich etwas, wo ich meine kaufmännisch-technischen Kenntnisse hervorragend einbringen bringen konnte. Das ist mir hier gelungen. Eine Entscheidung, über die ich glücklicher nicht sein könnte. Schnell habe ich festgestellt, dass es in der TechDok noch mehr gibt als „nur“ Redaktionssysteme und PDFs.

Für mich ist es ein Stück weit Herzensangelegenheit, Doku zu schreiben. Es gibt genügend Dokumentationen, welche nur wenig anwenderfreundlich geschrieben sind. Meine persönliche Motivation ist klar: Dem Anwender hervorragende Doku zu liefern und ihn so zu befähigen, eine Fragestellung rasch zu beantworten und ein Erfolgserlebnis zu haben.

Und zwar getreu dem Motto: „Tolle Produkte + verständliche Doku = Optimales Kundenerlebnis“

Wichtig: Das richtige Redaktionssystem

COSIMA erleichtert mir tagtäglich, dieses Ziels zu erreichen. Durch Modularisierung ist der Aufwand bei Überarbeitungen sehr gering. Ich kann die Module mit wenigen Klicks bearbeiten und in sämtliche Dokumente einspielen, in denen sie benötigt werden. So stellen wir sicher, dass der Anwender immer die aktuellsten Informationen erhält. Darüber hinaus war auch eine gesteigerte Rechtssicherheit unserer Dokumentation ein Kaufgrund für COSIMA go!. Diese Rechtssicherheit konnte mit den herkömmlichen Methoden nicht ausreichend sichergestellt werden. Aktuell steht eine weitere Überarbeitung der ATEX-Doku an – mit COSIMA in wenigen Tagen zu schaffen.

Mein zukünftiger Fokus liegt auf der Einführung einer Autorenunterstützung, um unsere Doku noch besser für die Zukunft zu rüsten. Insbesondere durch unsere Produktinnovationen im Bereich der additiven Fertigung, also dem 3D Druck, und der Integration von IO-Link-Technologie in unsere Produkte wird sich dieser Bedarf in meinen Augen zeitnah abzeichnen. Ebenso durch unser „Flow-Mobil„, quasi ein rollender Messestand, mit dem wir ab Juni 2019 eine mehrmonatige Roadshow durch ganz Deutschland starten. Auch dieser wird neue Arten der Informationsbereitstellung erfordern, die so bis dato nicht gefordert waren. Weiterhin verfolge ich gespannt die Entwicklungen im Bereich Augmented und Virtual Reality. Insbesondere Virtual Reality bietet nie dagewesene Möglichkeiten, Sachverhalte zu visualisieren. Aufgrund des enorm hohen Immersionsfaktors ist das Erleben der virtuellen Umgebung ein gänzlich anderes – im privaten Bereich ist die Technik ja bereits angekommen (man denke z.B. nur an die Microsoft Holo Lens und das Heads-Up-Display im Hyundai Kona).

All das sind gute Gründe für die Arbeit als Technischer Redakteur, wie ich finde.

PS: Im Video erzählt Christian Welter noch über die konstruktive und gute Zusammenarbeit mit DOCUFY:

visage

Christian Welter

Christian Welter absolvierte eine Ausbildung zum Industriemechaniker und später zum Industriekaufmann. Seit 2017 ist er bei der Meister Strömungstechnik GmbH als Technischer Redakteur und Assistent für Marketing und Produktmanagement tätig. Er ist verantwortlich für die gesamte Technische Dokumentation und einen Teil der Marketingunterlagen. Privat ist er Musiker (Bassist und etwas Klavier) und absolut flugbegeistert.

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